Lange Zeit galt das Bausparen nicht unbedingt als attraktive Form der Geldanlage, vielfach wurde es als spießig, konservativ und längst überholt bezeichnet. Doch langsam aber sicher wandelt sich die öffentliche Meinung, denn die Bausparkassen auf dem deutschen Markt haben ihr Image gewandelt und sich den veränderten Kundenbedürfnissen angepasst.
Ideale Tarife für Jedermann
Beim Bausparen gab es lange Zeit nur eine Variante. Monatlich wurden bestimmte Beträge eingezahlt und nach einigen Jahren konnte ein zinsgünstiges Darlehen in Anspruch genommen werden. Die Guthabenzinsen blieben dabei verschwindend gering, attraktive Renditen versprach sich niemand vom Bausparen.
Mittlerweile gibt es bei fast allen Bausparkassen drei Tarifvarianten:
- Der Kreditnehmer: Hierbei werden die monatlichen Zahlungen vorgenommen, die Guthabenzinsen sind gering, die Darlehenszinsen, sofern das Darlehen in Anspruch genommen wird, ebenfalls.
- Der Sparer: Hierbei werden ebenfalls monatliche Zahlungen geleistet, allerdings sind die Guthabenzinsen vergleichsweise hoch. Wer schließlich das Darlehen in Anspruch nehmen will, muss dafür ebenfalls hohe Zinsen zahlen. Sollte er es nicht nutzen, winken Bonuszinsen, die die Rendite verbessern.
- Der Unentschlossene: Ebenso hier kommt es zur klassischen Sparphase, die mittelmäßig gut verzinst wird. Auch die Darlehenszinsen liegen zwischen den beiden anderen Varianten. Wird das Darlehen nicht in Anspruch genommen, kann nochmals ein kleiner Bonuszins ausgezahlt werden.
Vor- und Nachteile beim Bausparen
Das Bausparen gilt immer noch als besonders sichere Anlageform, dank neuer Tarife sogar mit recht ansehnlichen Renditen. Staatliche Förderungen, wie die Arbeitnehmersparzulage, sollen zudem die Investitionsbereitschaft der Anleger erhöhen.
Allerdings werden Bausparverträge meist über mehrere Jahre abgeschlossen, so dass Verbraucher lange an diese gebunden sind. Vorzeitige Kündigungen sind dabei oftmals nur mit Verlusten möglich, insbesondere die staatlichen Förderungen gehen dann verloren. Nicht zuletzt ist die Abschlussgebühr erwähnenswert, die ein Prozent der vereinbarten Bausparsumme beträgt. Sie wird allerdings häufig erstattet, wenn die vereinbarte Laufzeit eingehalten wurde.




