Staatsanleihen

Staatsanleihen galten lange Zeit als das Non-Plus-Ultra der sicheren Geldanlagen. Doch der Wind hat sich gedreht. Seitdem es nicht mehr ausgeschlossen ist, dass selbst Staaten Pleite gehen können, sind Staatsanleihen längst nicht mehr als so sicher einzuschätzen, wie man es lange Jahre tat. Dennoch ist diese Sichtweise so auch nicht korrekt, denn man muss die ganze Sache schon etwas differenzierter betrachten.

Auf den Staat kommt es an

Wer sich für Staatsanleihen entscheidet, sollte sich zunächst den Staat selbst ansehen. Bundesanleihen von Deutschland gelten nach wie vor als sehr sichere Geldanlagen. Deutschland hat schließlich nach wie vor das Top-Rating AAA erhalten. Staatsanleihen von Griechenland dagegen verlieren rasant an Wert, wer diese vor einigen Jahren mit der Hoffnung auf hohe Sicherheit erworben hatte, musste mittlerweile herbe Verluste hinnehmen.

Es gilt also auch weiterhin, Staatsanleihen nicht zu verteufeln, sehr wohl aber darauf zu achten, von wem sie ausgegeben werden. Ist die Entscheidung auf deutsche Bundesanleihen gefallen, so können Verbraucher sicher sein, dass ein Verlust des Geldes nahezu ausgeschlossen ist. Jährlich können die Zinsen für diese Wertpapiere ausgezahlt werden. Es gibt allerdings genauso Staatsanleihen, die über einen bestimmten Zeitraum laufen und die Zinszahlungen währenddessen thesaurieren. So kommt es am Ende der Laufzeit zur Auszahlung des angelegten Betrags plus der aufgelaufenen Zinsen.

Vor- und Nachteile der Staatsanleihen

Die Vorteile der Staatsanleihen sind vor allen Dingen die hohe Sicherheit und das ausgeschlossene Verlustrisiko. Allerdings bieten sie auch einige Nachteile, die genau durch diese Vorteile bedingt werden.

In der Regel werfen Staatsanleihen nur geringe Zinsen ab. Die Renditen liegen deutlich unter den Erwartungen, die Verbraucher an attraktive Geldanlagen stellen. Dennoch sind sie höher, als etwa beim klassischen Sparbuch. Ein weiteres Manko bei dieser Geldanlage ist zudem die lange Laufzeit. Der Anleger bleibt damit nicht sonderlich flexibel, sondern muss über mehrere Jahre auf das angelegte Geld verzichten können. Deutsche Staatsanleihen werden überdies in Wertpapierdepots geführt. Für deren Führung fallen in der Regel Gebühren an, die ebenfalls als Nachteil angesehen werden können.