Rechtsschutzversicherung

Recht haben und dann auch recht bekommen ist leider nicht immer das Gleiche. Zudem ist es auch entscheidend, ob man über die möglichen finanziellen Möglichkeiten verfügt, sich einen Anwalt oder gar eine Gerichtsverhandlung leisten kann. Aber genau ein solches Kostenrisiko für einen walt oder auch für eine Gerichtsverhandlung lässt sich durch eine Rechtschutzversicherung absichern. Im Versicherungsfall übernimmt eine Rechschutzversicherung alle möglichen Auslagen des Versicherungsnehmers. Dazu gehören unter anderem:

  • die entstehenden Anwaltsgebühren
  • mögliche Sachverständigenkosten
  • Zeugenentschädigungen
  • etwaige Gerichtskosten
  • die Auslagen der Gegenseite

Von der Rechtschutzversicherung werden keine Geldstrafen oder Bußgelder übernommen.

Rechtzeitig nach Schutz suchen

Wird eine Rechtschutzversicherung abgeschlossen, so darf noch keine Ursache der Streitigkeiten vorhanden sein. Andernfalls sind diese Schäden nicht versichert. Bis zum tatsächlichen Versicherungsschutz gibt es in der Regel eine Wartezeit von drei bis sechs Monaten. Möchten Kosten gespart werden, so empfiehlt es sich, eine Selbstbeteiligung für den Schadensfall zu wählen.

Vorwiegend sind dann Prozesse mit einem höheren Prozesskostenrisiko versichert.

Empfehlenswert ist vor allem der Abschluss einer Verkehrsrechtsschutzversicherung. Auf diese Weise ist der Versicherte als Halter, Eigentümer, Fahrer und Insasse eines Fahrzeugs versichert. Aber auch als Fußgänger kann der Versicherte auf den Schutz der Versicherung zurückgreifen.

Besonders bei der Durchsetzung von Schadenersatzforderungen oder in Strafverfahren bei Führerschein-, Kfz-Steuer- und Kfz-Vertragsstreitigkeiten ist die Verkehrsrechtsschutzversicherung sehr sinnvoll und kann Kosten sparen.

Möchte man das Interesse als Haus-, Wohnungs-und Grundstückseigentümer oder auch als Mieter und Pächter geltend machen, so sollte eine Wohnungs- und Grundstücksrechtsschutzversicherung abgeschlossen werden.

Alle Arbeitnehmer können auch noch von der Berufsrechtschutzversicherung profitieren. Dies ist besonders sinnvoll, wenn keine Absicherung über die Gewerkschaft oder den Berufsverband besteht.

Eine private Rechtschutzversicherung ist unbedingt notwendig. Denn die Privatrechtschutzversicherung wehrt die meisten Ansprüche Dritter ab. Bei Streitigkeiten im Alltag würde die Rechtschutzversicherung die Prozesskosten übernehmen. Aber Ehescheidungen, das Erbrecht oder auch das Baurecht ist nicht mitversichert.